Am 23.09.2006 spielte die neue Band von Travis Barker und Mark Hoppus (Blink 182) eines ihrer wenigen Konzerte in Deutschlan in Köln und stellten dort ihr neues Album „When Your Heart Stops Beating“ vor.Jumm.eu durfte exklusiv mit Travis Barker und dem neuen Gitarristen Craig Fairbaugh sprechen und fragte sie über die neuen musikalischen Elemente und weitere Sachen aus.Die Jumm-Mitglieder René Padberg und Lukas Groß führten das Interview und besuchten am Abend auch das Konzert der Jungs!
Travis war bereits mit seiner alten Band einige male hier in Deutschland. Craig, Bist du das erste mal hier?
Craig: Vor drei oder vier Jahren war ich bereits einige male mit meiner Band „The Forgotten“ hier und kam dann mit meiner Band „The Bastards“ rüber. Wahrscheinlich war ich 6, 7 oder 8 mal hier.
Dein letzter Besuch war in Münster ( Jumm Heimat Anmerk.). Wie hat es dir gefallen?
Travis: Es war großartig, aber auf den Blink Tourneen warst du in der einen und der anderen Stadt, hattest deinen Soundcheck, spieltest und fuhrst du weg. Auf diesem Trip mit (+44) habe ich die Möglichkeiten weitaus mehr von der Landschaft oder auch Denkmale zu sehen und ich kann einfach in die Stadt gehen und herum laufen. Dieses Mal ist Chance größer als sonst!
Was war das Beeindruckendste was du gesehen hast?
Travis: Ich denke, dass der Wasserfall gestern in Hambrug geil war. Pretty damn shit! Wunderschöner Kram!
Wie kam es zu der aktuellen Zusammensetzung von (+44)? Wart ihr schon vorher befreundet oder habt ihr euch durch das Music Biz kennen gelernt?
Travis: Craig und ich spielten schon zuvor bei den „Transplants“. Wir spielten zusammen die Warped Tour letztes Jahr, eine Sommertour und hatten schone einige Touren vorher. Das hat sehr gut geklappt! Und dann kam Shane, unser Lead Gitarrist. Ich kenne ihn seit ich 16 bin. Und ich denke, dass das mit Mark logisch ist...
Du hast gelernt Piano zu spielen. Wie war die Erfahrung neue Songs mit diesem Instrument zu schreiben und die Ideen mit deinen Bandmitgliedern zu teilen? Besonders weil dies ein komplett neues Gebieet für dich ist.
Travis: Yeah, absolut! Drums sind halt sehr Rhythmus lastig, ihr wisst was ich meine, während Piano und jedes andere Instrument sich eher mit der Melodie beschäftigt. Ich denke, dass es eine gute Sache war einen Schritt zurück zu gehen was die Rhythmik oder das Raster angeht und sich auf die nackte Melodie zu konzentrieren und sich nur mit Hilfe des Pianos darauf zu konzentrieren.
Ist es leichter mit Melodien als nur mit Beats zu arbeiten?
Travis: Ich denke, dass beides genau so unterschiedlich wie das Schreiben ist. Du kannst von einem geilen Drumbeat oder von einer coolen Melodie des Pianos inspiriert werden.
Euer neues Album „When Your Heart Stops Beating“ ist bereits auf dem Weg nach Europa. Wovon handelt es? Welche Themen werden behandelt? Gibt es irgendwas was ihr unseren Lesern erzählen möchtet?
Travis: Alle Songs sind sehr sensibel. Sie wurden von einem wahren und realen Standpunkt geschrieben und ich denke der Hauptteil von dieser CD davon handelt sich abzumühen und Kraft zu finden um zu kämpfen und alles wieder positiv zu sehen. Ob es um Beziehung, Freundschaft oder was auch immer geht.
Sind eure Lyrics vom „everyday life“ beeinflusst? Die CD erzählt uns viel über zerbrochene Beziehungen. Habt ihr selbst diese Sachen durchgemacht? Wolltet ihr eure Gefühle damit zum Ausdruck bringen?
Travis: Yeah, Ich denke, dass ist worum es bei der Musik geht. Das ist was wir machen. Ich denke nicht, dass es einen großartigen Song gibt in welchem jemand sich nicht selbst darstellt und nicht wirklich was sagt.
Wie hat sich der neue (+44)-Stil entwickelt und wie wichtig ist der alte Blink-Stil für diese neue Gruppe?
Travis: Ich denke, dass alles was man in der Vergangenheit getan hat deine Zukunft mitbestimmt. Alles was man zwischendurch gemacht hat. Blink und (+44) haben uns geholfen zu wachsen oder hat uns bis heute etwas gelehrt und mit dieser Platte, yeah, haben Mark und ich offensichtlich alles benutzt um in einer anderen Band mit anderen Leuten zu sein. Somit wurden wir gezwungen etwas zu machen und mit den Sachen zu wachsen, welche wir vorher getan hatten. Aber diese Sachen waren auf jeden Fall etwas Positives!
Gibt es einen besonderen Grund warum wieder mit eurem Produzenten Jerry Finn (produzierte ebenfalls einige Blink Alben Anm.) zusammen gearbeitet habt?
Travis: Ich denke, dass wir uns bei Jerry immer sehr wohl gefühlt haben und wir respektieren was er bisher gemacht hat and alle Sachen die er zwischen der letzten Blink und der neuen (+44) Platte gemacht hat. Wir hatten ungefähr die Hälfte unserer Platte fertig und er kam vorbei und hörte sich die meisten Songs an und mochte sie. Also schien es völlig naturgemäß zu sein mit ihm zusammen zu arbeiten. Es fühlt sich gut an ihn anzuhören. Als wir ihm unsere Ideen gezeigt haben sagte er: “Ihr seid verrückt! Denkt noch mal drüber nach!“ oder was auch immer. Alleine dieses Gefühl, jemanden zu haben mit dem seit zehn Jahren zusammen arbeitet, ist sehr gut!
Du spielst auch in einer anderen Band, welche „The Mercy Killers“ heißt. Wie kriegst du es hin für beide Bands, welche beide sehr erfolgreich sind, kreativ zu sein? Erst die Warped Tour und jetzt tourst du mit (+44) durch Europa...
Craig: Ich habe immer in ziemlich vielen Bands gespielt. Auch in der Vergangenheit. Viele Jahre habe ich einfach nur Musik gemacht und habe auch viel verschiedene Musik gemacht und jede Musikart hatte sehr viele verschiedene Einflüsse. Du kannst also etwas wie eine Salsa-Platte, eine dunkle Punkrock-Scheibe und eine Pop-Platte schreiben. Das Leben ist voll an Einflüssen welche man benutzen kann. Es ist sehr leicht in verschiedenen Bands zu spielen.
Ist es nicht schwierig die Touren mit den Proben zu verbinden?
Craig: Es ist alles nur Planung. Die anderen Jungs wissen, dass ich jetzt gerade mit (+44) toure und das Priorität hat. Also machen wir gerade eine Pause.
Wie ist eure Tour bisher? Habt ihr Spaß?
Travis: Yeah, es ist großartig! Das ist unsere neue Band und wir waren niemals so weit! Das sind unsere ersten Shows. Wir hatten eine Show in L.A. vor dieser Tour. Das ist also wie der Anfang unserer Band!
Kannst du eine Verbindung zwischen den Leuten die euch sehen und dir selbst spüren? Alle Shows sind ausverkauft, jeder kommt rüber. Und das obwohl es eine komplett neue Band mit neuen Songs ist, kommen sie....
Travis: Yeah, da gibt es viel drüber zu erzählen. Die CD ist noch nicht raus und die Kids kommen zu unseren Shows und singen unsere Songs Wort für Wort, das ist verrückt. Irgendwie wie: Mission erfüllt! Es fühlt sich gut an!
Wie ist es also vor tausenden Leuten zu stehen und das gesamte Publikum singt eure Songs mit?
Travis: Es ist total verrückt! Du vergisst sogar, dass es dein Song ist! Du fühlst dich so als ob du nur da wärest um für die Leute zu performen!
Lebt ihr denn auch das Deutsche Tourleben? Also: Bier, Bier, Bier und ein bisschen Sex?
Beide: Ja, wir hatten ein paar Drinks auf der Tour. Wir hatten auch einige großartige Nächte in London und immer wenn mal frei ist...ihr wisst doch was passiert...
Unterstützt ihr auch jüngere Bands oder Newcomer?
Travis: Was ich mache ist folgendes: Wenn ich eine Band sehe die ich wirklich liebe oder was auch immer versuche die Jungs auf jeden Fall auf Tour zu bringen oder ihnen irgendwie anders zu helfen. Auch wenn es nur Fachwissen ist oder wir ihnen irgendwas erzählen können was wir mal erlebt haben. Ganz besonders in Staaten gibt es kein wirkliches Rezept eine Band zu gründen und erfolgreich zu werden. Man kann nur gewinnen.
Hast du denn einen Tipp wie man ein größeres Publikum ansprechen kann und mal vor ein paar mehr Leuten zu stehen?
Travis: Als ich jünger war kannte ich Bands, Freunde oder wer auch immer, welche nur rum saßen und darüber nachdachten und ich denke, dass diese niemals gewonnen haben. Wenn du nur drüber nachdenkst, dann wird es dir nicht helfen und dich nicht weiter bringen. Was ich tat war irgendwie wie in einer Band zu sein und irgendwie Musik zu machen. Das war mein Glück! Ich habe nicht drüber nachgedacht in einer Mariachi Band oder wo auch immer zu spielen. Es war mir egal. Mein Glück war irgendwie genug Geld zu verdienen um etwas zu essen zu bekommen, einen Platz zum schlafen zu haben und irgendwo zu leben. Das war das einzige was mir wichtig war. Ich hatte keine anderen Erwartungen und guck mich jetzt an. Ihr wisst was ich meine. Aber das war mein einziges Glück. Ich erwarte nicht mehr viel. Alles was ich wollte war ein bisschen von dem, ein bisschen von dem anderen und ich denke, dass die größten Sachen dann kommen, wenn du so denkst.
Craig: Wenn du Musik aus Spaß machst, dann haben die Leute auch Spaß dran. Wenn du nur wirtschaftlich denkst und nur das Geld haben willst, dann kannst du das nicht so sehr genießen und die Leute sehen das!
Irgendwelche CD Tipps?
Travis: Ich höre geren „Step Down“, sehr viel von „Jimi Hendrix“, die alten „Beastie Boys“ und alles andere an Musik.
Craig: Meine Lieblingsband ist „The Police“.
Interviewt von René Padberg und Lukas Groß |